Braumüller

ISBN-13: 978-3-99200-254-2

erschienen: 09.09.2019

Seiten: 144

Format: 11,50x18,50

Ausgabe/Einband: Buch / Softcover

Thema: Literatur deutschsprachig

Warengruppe VLB: 1118

Schlagworte: Goubran; Schmerz; Verdrängung; Verdrängungsgesellschaft; Gegenwart; Ablenkung; Unterhaltungsindustrie

Preis: € 15,00

Schmerz und Gegenwart

Ritzungen | Alfred Goubran

Kennzeichen einer Verdrängungsgesellschaft ist, schreibt Alfred Goubran, dass Status und öffentliche Bedeutung an der Verdrängungsleistung bzw. dem Verdrängungswert gemessen werden.
Die Verdrängungsleistung wird honoriert als das, was der Ablenkung und Zerstreuung dient und unter dem Begriff „Unterhaltungsindustrie“ firmiert (obwohl diese eigentlich „Zerstreuungsindustrie“ heißen sollte).
Der einzige Maßstab, der hier zum Tragen kommt, sei „der Erfolg“ – das ist die Verdrängungsleistung. Sie wird in den Bestsellerlisten, Hitparaden, den In&Outs und den diversen Rankings abgebildet. Dort ist abzulesen: „Was die Stunde geschlagen hat“ – es ist das Diktat der Zerstreuungsindustrie, die, im Öffentlichen, für die Gegenwart bestimmend sein will. Eine Besetzung der Gegenwart, die in allen Bereichen etabliert wird, der Meinungsterror, der vor der Kunst ebenso wenig haltmacht wie vor der Politik, die letztlich der Zerstreuungsindustrie zuzurechnen ist.
Der Ort der Verdrängung ist die Gegenwart. Hier kommt auch das besondere Verhältnis des Schmerzes zur Gegenwart zu tragen.

Über den Autor/die Autorin


© Gudrun Zacharias
Alfred Goubran
Alfred Goubran lebt in Wien. Umfangreiche literarische Tätigkeit als Schriftsteller, Rezensent, Übersetzer („Der parfümierte Garten“, „Die gelbe Tapete“), Herausgeber („Staatspreis. Der Fall Bernhard“) und Verleger (edition selene bis 2010). Seit 2010 betreibt er das Musikprojekt [goubran]. Infos: www.goubran.com
Von Alfred Goubran bei Braumüller erschienen: „Ort“, Erzählungen (2010), „AUS.“, Roman (2010), „Kleine Landeskunde“, Essai (2012), „Der gelernte Österreicher“, Idiotikon (2013), „Durch die Zeit in meinem Zimmer“, Roman (2014), „Das letzte Journal“, Roman (2016) und "Herz", Eine Verfassung (2017).