Braumüller

ISBN-13: 978-3-99200-199-6

erschienen: 01.02.2018

Seiten: 224

Format: 11,50x18,40

Ausgabe/Einband: Buch / gebunden

Thema: Literatur deutschsprachig

Warengruppe VLB: 1112

Schlagworte: Jud; Jude; Brüssel; 1958; Manchester; Nazi; Naziopfer; Nazionalsozialismus; Wien; Österreich; Rupert; Strings; Titus

Preis: € 22,00

Jud

Georg Thiel

Haupttext
Man muss sich seiner Vergangenheit stellen. Das ist eine Naturnotwendigkeit. Dazu muss man Freud nicht gelesen haben. Die Beziehung des mäßig erfolgreichen Fotografen Titus Strings ist gerade am Scheitern. Da kommt der Auftrag, die Brüsseler Weltausstellung zu fotografieren, wie gerufen. Als Titus dort nach einer turbulenten Par-force-Tour im österreichischen Pavillon zusammenbricht, setzen ihn der geschwätzige Feuilletonist Rupert und die ebenso resolute wie attraktive Hostess Erika in einen Zug nach Wien. Er soll sich dort seiner unaufgearbeiteten Vergangenheit als Kriegsflüchtling und Naziopfer stellen. Während er in Wien mit längst besiegt geglaubten Dämonen ringt, entdeckt er in einer Zeitschrift ein Foto aus dem März 1938: Ein junger Mann wird von einem Nazi-Schergen gezwungen, „Jud“ auf die Fassade eines Hauses zu schreiben. In dem Opfer erkennt er sich selbst. Doch wer ist der Täter? Titus macht sich auf die Suche …

Über den Autor/die Autorin


© Johannes Tichy
Georg Thiel
Georg Thiel, geboren 1971, lebt in Ermangelung anderer Fähigkeiten als freier Autor und Ausstellungskurator in Wien. "Jud" ist nach "Im Labyrinth des Unglücks" (2010) sein zweiter Roman.