Braumüller

ISBN-13: 978-3-99400-019-5

erschienen: 20.03.2012

Seiten: 426

Format: 15,50x23,00

Ausgabe/Einband: Buch / gebunden

Thema: Literatur deutschsprachig

Warengruppe VLB: 1563

Schlagworte: Benyoetz, Elazar; Israel; Österreich; Deutschland; Aphorismen; Rezeption

Preis: € 29,90

Olivenbäume, die Eier legen

Ein Nachbuch | Elazar Benyoetz

Haupttext
Das Ende geht vor. Ein übliches Nachwort wird zu einem ungewöhnlichen Nachbuch, aus dem ein Lebenswerk, mit vielen Titeln versehen, als einziges Vorbuch hervorgeht. Das Nachbuch stellt sich als Perspektive ein und beansprucht gleichsam, eine neue Gattung etabliert zu haben. "Es ist die Umstellung eines Hallraumes durch Texte, Fragmente häufig, zu einer großen dialogischen Konstellation. Im Zentrum dieses Hallraums begegnen einander die Sprechenden in dem, worüber sie sprechen: Dies ist das aphoristische Werk Elazar Benyoëtz’, der sich "als einen alten, aus allen Moden gekommenen Troubadour der Dichtung" empfindet und betrachtet. Die Idee des "Nachbuches" sei ein "Gespräch des Autors mit seiner Intention"," heißt es in der Vorbemerkung (Rüdiger Zymner). Werkgeschichte als Lebensgeschichte und beides - bis zum vorletzten Atemzug. Von den Anfängen mitgenommen, von Namen umstellt, von Stimmen betäubt, findet das Nachbuch kein Ende.

Als Herausforderung an die Literaturwissenschaft erscheinen diese "wiehernden Bäume" wider Erwarten im wissenschaftlichen Verlag, von einem renommierten Literaturforscher eingeleitet.

Über den Autor/die Autorin


© Hanna Satz
Elazar Benyoetz
Elazar Benyoëtz wurde 1937 als Paul Koppel in Wiener Neustadt geboren, 1938 Emigration mit der Familie nach Palästina, wo Benyoëtz seit 1939 in Jerusalem lebt. Elazar Benyoëtz gründete 1964 die Bibliographia Judaica in Berlin. Vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1988), dem Bundesverdienstorden für Verdienste um die deutsche Sprache (1997), dem Joseph-Breitbach-Preis der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (2004). Seit 2003 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt. Im Jahr 2009 erhielt Benyoëtz das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.